Friedenskirche mit ParkplatzSeit mehr als 100 Jahren steht nun die Friedenskirche am Schiffshebewerk.

Sie gehört zu den ältesten evangelischen Kirchen im Vest Recklinghausen. Ursprünglich als "Betsaal der evangelischen Gemeinde Waltrop-Datteln" im Jahre 1901 eingeweiht, war die heutige Friedenskirche viele Jahrzehnte lang Ort der Gottesdienste und für Amtshandlungen wie Trauungen und Taufen. Hier hatten sich vor 100 Jahren die evangelischen Kanalarbeiter einen Gottesdienst- und Begegnungsort geschaffen. 

In den letzten Monaten wurde die Friedenskirche renoviert und umgebaut. Gemeinsam haben Kirchengemeinde und Kirchenkreis über die Zukunft der Kirche nachgedacht. Als Baudenkmal geschützt blieb sie äußerlich nahezu unverändert. Aber wenn man den Innenraum betritt, erwartet den Besucher eine Überraschung: Die Kirche ist nach wie vor Gottesdienstkirche geblieben. Aber sie ist noch mehr. Sie ist nun auch die Heimat der Binnenschifferseelsorge geworden. 

Der vorherige Standort an der Eichenstraße musste leider aufgegeben werden. Und jetzt findet man die Binnenschifferseelsorge in direkter Nähe des Kanals und des Hebewerks. Diakon Horst Borrieß sagte schon in der Planungsphase: "Dort gehört die Arbeit hin – direkt ans Wasser." 

Wer die Friedenskirche heute besucht, wird aber noch eine andere Entdeckung machen. Er findet hier z.B. den Altar, die Taufe und die Orgel aus dem Gemeindezentrum Horneburg wieder. Die Friedenskirche soll offen und einladend sein: Offen für Menschen auf dem Weg, offen für Ausstellungen, Gespräche, Konzerte, Lesungen oder Vorträge, offen für Begegnungen und - wie von Anfang an - für Gottesdienste siehe unter Gottesdienstplan. Außerdem jeden Sonntag Kirchenkaffee von 15:00 - 18:00 Uhr  gez.Superintendent Peter Burkowski

  1. 1892 Mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals kommen erstmals evangelische Christen in diese Region 
  2. 1898 Erste evangelische Gottesdienste finden im Wirtshaussaal Niehage und in einer Kanalbaukantine statt. 
  3. 1899 Gründung der Evangelischen Kirchengemeinde Waltrop-Datteln. 
  4. 1901 Bau dieser ersten evangelischen Kirche im Ostvest, feierliche Einweihung mit Gläubigen aus Nah und Fern am 1. November. Sie erhält den Namen "Friedenskirche" nach dem Spruch über dem Altarbogen: "Der Herr ist unser Friede". 
  5. 1920 Teilung in zwei eigenständige Kirchengemeinden: Waltrop und Datteln. 
  6. 1943 Durch Bombenangriffe vom 4./5. Mai wird die Kirche schwer beschädigt. Ab sofort finden Gottesdienste in der Notkirche an der Castroper Straße / In den Erlen statt. 
  7. 1949 Renovierung der Kirche mit Hilfe des evangelischen Männerwerks und Gemeindegliedern. Neueinweihung am vierten Adventssonntag. 
  8. 1967 Die brüchig gewordenen Glocken (Wikipedia :: erste Gusstahlglocke der Welt 1845! ) finden einen Ehrenplatz im Hermann-Grochtmann-Museum. Spenden sichern den Kauf von zwei neuen Glocken.
  9. 1969 Dachstuhl baufällig. Abbruch der Empore und Kürzung des Kirchturms. 
  10. 1985 Friedenskirche wird unter Denkmalschutz gestellt. 
  11. 2006 Der Kirchenkreis Recklinghausen übernimmt von der Kirchengemeinde Datteln die Zuständigkeit für die Friedenskirche und gestaltet sie mit vielen ehrenamtlichen Helfern zur Schifferkirche um: Wiederaufbau der Empore, Ausbau von Kellerräumen,Renovierung von Altarraum und Sakristei. 
  12. 2007 Feierliche Neueinweihung der Kirche am 17. Mai mit der Namensgebung: Friedenskirche am Schiffshebewerk.

 

Gewidmet vom Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e.V. am 9. September 2007